 |
|
|
|
|
|
|
|
In eigener Sache: Haben Sie im Frankenberger Viertel etwas Wichtiges gehört? Haben Sie im Frankenberger Viertel etwas Neues gesehen? Haben Sie einen interessanten Vorschlag?
Lassen Sie es die Bürger rund um den Neumarkt wissen. Sie freuen sich.
Informationen an: Fax: 02 41/5 15 22 44 e-Mail: Klaus.Wittkamp@t-online.de
|
|
|
Inhalt Februar
|
|
Die Kalymnos-Fangemeinde mit neuer Bleibe? Frankenberger Viertel: Die Kneipenszene bewegt sich (Zeitung) Auch die Cassolette hat geschlossen Die Praxis Dr. Dupont öffnet wieder Anne Frank lebte vor dem Umzug nach Amsterdam am Pastorplatz Der 1. Stammtisch im neuen Jahr Insulaner wieder geschlossen Januar 2009
|
|
Veranstaltungen
|
|
Lust zum Singen?
Ein multikultureller Chor im Ostviertel - unter professioneller Leitung - sucht neue Freunde, auch unter den Frankenbergern. Egal ob Anfänger oder Könner - alle, die Spaß an Musik und Gesang haben, sind herzlich eingeladen, gemeinsam Lieder aus aller Welt ohne Kosten einzustudieren. Wer mitmachen möchte, kann Donnerstags zwischen 15.00 und 16.00, in der AWO-KITA "Mittendrin", in der Goerdelerstraße 10, vorbeikommen. Wer zunächst Einzelheiten über das Projekt erfahren möchte, melde sich bei Frau Nassim Navvabi, Tel.: 02 41/53 66 67 oder per e-Mail unter kita-mittendrin@awo.aachen.de (wtt)
|
|
 Ausstellung vom Aachener Bildhauer Klaus Schmetz Imagination Figur Zeichen
vom 17.01.09-01.03.09 in der Reichsabtei Aachen-Kornelimünster
Finssage: 01.03.09, 15.00 Uhr, Dichterlesung mit Andrea Gerster, Schweiz, “Mimosa fliegt”
|
|
|

|
Termin und Ort für den nächsten Stammtisch stehen schon fest. Getagt wird Dienstag, den 03. Februar, um 20.00 Uhr, in der Gaststätte Pfalzgraf an der Bismarckstraße. (wtt)
|
|
|
|
Einladung zum vorösterlichen Konzert in der Pfarrkirche HERZ JESU der AACHENER LIEDERTAFEL von 1832
am Dienstag 31. März 2009 um 19.30 Uhr
Johann Baptist Georg Hilber, Ennio Morricone Edvard Elgar, Francesco Roselli, Franz Schubert, Marc’ Antonio Ingegneri, Jan Piero Reverberi, G. F. Händel, Roman Zybal, Peter Strauch
Weitere Infos: www.aachener-liedertafel.de
|
|
|
|
... und was sonst im Viertel passiert ...
|
|
Burg Frankenberg: Dauerausstellung: Museum für Aachener Stadtgeschichte und Kunsthandwerk, sonntags zwischen 11.00 und 14.00 Uhr sowie Dienstags bis Donnerstag nach Vereinbarung, Telefon: 02 41/4 32 44 10, am 08. 02 ., "Aachen als Krönungsstätte", Führung um 11.00 Uhr, am 15. 02. , "Feuersteinbergbau auf dem Lousberg", Führung um 11.00 Uhr, am 22. 02., "Der Aachener Stadtbrand", Führung um 11.00 Uhr; Musikbunker Aachen, Goffartstrasse 26: am 05. 02., THE BUSTERS: Ska vom Allerfeinsten! "Offbeat Revenge" Tour 2009 um 20.00 Uhr, 07. 02., PERPLAIX DARK AND LOUD!: Dark Side Of The 80s & Play It Loud! (Metal) um 22.00 Uhr, am 08. 02., PAUL DI'ANNO (Ex-IRON MAIDEN) The Beast Is Back In Town! Support: Andra um 20.00 Uhr, am 13. 02., MR. IRISH BASTARD - Rough, Dirty And Straight! "The Bastard Brotherhood" Tour 2009 um 20.00 Uhr, am 14. 02. , MASSIVE TUNES: um 23.00 Uhr, am 18. 02., UK SUBS - "UK Punk Legends" Tour 2009 (Punkrock) Support: The Cute Lepers (Ex-The Briefs) um 20.00 Uhr, am 21. 02. , Karnevalsparty anders KAPELLE PETRA & DIE LETZTE RETTUNG & DJS um 20.00 Uhr, am 27. 02., THE BIG BANG OF FUNK: Bernie Worell/TM Stevens /Blackbyrd McKnight/Brain Mantia SOCIALIBRIUM um 20.00 Uhr, am 28. 02., Das Dumont empfiehlt: JIM JAMS & BOTANICA um 20.00 Uhr; Herz Jesu Kirche: am 15. 02., Kinderkarneval im Pfarrheim (Viktoriaallee 51) - Eltern sind auch willkommen (Eintritt ein Euro) - zwischen 15 .00 und 17.30 Uhr, am 19. 02., Bunter Nachmittag im Pfarrheim (Viktoriaallee 51) - abwechslungsreiches Programm, für Essen und Trinken ist gesorgt - zwischen 14.30 und 18.00 Uhr, am 25. 02., Aschermittwoch - Wortgottesdienst des Kindergartens um 11.15 Uhr ; Karnevaltermine: am 21. 02., KK Oecher Storm, Open-Air-Sitzung auf dem Neumarkt um 11.11 Uhr, am 22. 02. Tulpensonntag, Start des Kinderkostümzuges in der Oppenhoffallee um 11.30 Uhr; Fachberatung für Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten(WABe), Warmweiherstrasse 28 : Telefon: 02 41/51 10 63, Mo. bis Fr., 09.00 bis 12.00 Uhr; Jugend- und Drogenberatung, Herzogstrasse 4: Telefon: 02 41/98 09 20, Offene Sprechstunde: Mo., 16.00 bis 18.30 Uhr, Do., 10.00 bis 12.00 Uhr. (Termine ohne Gewähr) (wtt)
|
|
Die Kalymnos-Fangemeinde mit neuer Bleibe?
|
|
Jetzt sind es schon drei Jahre her, dass die Freunde aus dem ehemaligen Kalymnos nach einer festen Bleibe suchen. Die bisherigen Neustarts waren nur kurzlebig oder scheiterten sofort. Die Folge: Ein Teil der Fangemeinde ist in alle Winde zerstreut. Doch die verbliebene kleine Gruppe der "unbeugsamen Kalymnianern" hat möglicherweise einen Treffpunkt mit Bestand gefunden, das "K und K" in der Bismarckstraße, gegenüber dem alten Kalymnos. Man sieht sich dort jeden Mittwoch um 20.00 Uhr. Zum Essen gibt es im "K und K" allerdings nichts. Wer Spaß an asiatischer Küche hat, kann nebenan im "Feuerdrachen" seinen Hunger stillen. (wtt)
|
|
Auch die Cassolette hat geschlossen
|
|
Schneller als die Gerüchteküche im Viertel es erahnen ließ: Auch die Gaststätte Cassolette Bismarckstraße/Ecke Viktoriaallee hat geschlossen - aus "wirtschaftlichen Gründen", wie auf einem Aushang zu lesen ist. Gesucht wird ein neuer Betreiber für das alteingesessene Lokal mit Außengastronomie. "Bereits seit zwei Jahren sind die Geschäfte in dem Lokal nicht mehr gut gelaufen." Ähnlich wie anderswo, sorgte das Rauchverbot für weitere Probleme: Es fehlt eine Aufteilung in Raucher- und Nichtraucherbereiche. Nun ist vorerst Schluss in der Cassolette. Wie es weiter geht? Man wird sehen... (wtt)
|
|
Die Praxis Dr. Dupont öffnet wieder
|
|
Nachdem ein schwerer Wasserschaden im vergangenen Jahr Dr. Joachim Dupont zwang, mit seiner Praxis von der Frankenberger Straße 30/Ecke von Görschenstraße in ein Gastquartier nach Burtscheid auszuweichen, kehrt er in absehbarer wieder ins Frankenberger Viertel zurück. Wiedereröffnung der Behandlungsräume - an gewohnter Stelle - ist am 16. Februar 2009. (wtt)
|
|
Der 1. Stammtisch im neuen Jahr
|
|
Der plötzliche Wintereinbruch mit dickem Schnee und klirrender Kälte forderte auch Tribut unter den regelmäßigen Stammtischbesuchern. Einige der treuesten Frankenberger waren ernsthaft krank und ließen sich entschuldigen. Doch immerhin, knapp 15 "Noch-Gesunde" kamen am 07. Januar in die Gaststätte Pfalzgraf, um sich ein frohes und gesundes Jahr 2009 zu wünschen und sich - wie üblich - auszutauschen. Der Abend begann natürlich mit einem Rückblick auf die letzten Wochen in 2008.
Viel Anklang und Zustimmung fand die Demonstration gegen Rechts, in Anwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sowie rund 800 Protestierenden, am Oppenhoff-Denkmal in der Allee (siehe auch ...was die Zeitungen schreiben... "Kein Platz für rechtsradikale Provokateure"). Das Frankenberger Viertel entwickelt sich zu einer aktiven Gemeinschaften, die innerhalb der Stadt ihresgleichen sucht. "Das haben inzwischen" - so Dieter Jurewicz - "auch viele Außenstehende gemerkt. Immerhin wird immer häufiger Mithilfe angeboten, die das Viertel gerne annimmt."
Ein Riesenerfolg war die erste Weihnachtsbaumaktion nach rund 50 Jahren auf dem Neumarkt (eine Idee von Astrid Siemens und Geli Kampmeier). Das Prachtstück hatte zwar - wie das so üblich ist - im Januar ausgedient. Am 11. Januar trafen sich die Frankenberger zum Abschmücken. Geklärt werden muss noch, wie und wann der Weihnachtsbaum vom Kinderspielplatz geräumt wird. Hilfe erhofft man sich erneut vom Gartenamt der Stadt, das den Baum nicht nur gespendet sondern auch aufgestellt hat. Den Frankenbergern hat die Christbaumaktion so viel Freude gemacht, dass sie diese gerne zu einer neuen Tradition machten möchten - aber dann mit dem dazu gehörenden Lichterschmuck.
Lange wurde auch über die Schließung des Insulaners gesprochen (siehe auch Homepage: "Insulaner wieder geschlossen" und Was die Zeitungen schreiben - "Traditionswirte werfen das Handtuch"). Dieter Jurewicz brachte es auf den Punkt: "So eine dunkle Ecke (im Viertel) haben wir wohl alle nicht gerne, und es würde mir um Shahab (Betreiber - Sadatolhosseini) leid tun, wenn sich die Angelegenheit nicht bald regelt. Immerhin war der Start doch sehr viel versprechend und Shahab hat sich bei Aktionen (im Viertel) immer mit eingebracht." Überein kamen die Anwesenden, dass sie geeignete, sowohl spontane als auch gezielte Aktionen zur Erhaltung des Insulaners begleiten werden.
Was bringen die nächsten Monate? Festgeschrieben ist natürlich die Open-Air-Sitzung am nächsten Karnevalssamstag, den 21. Februar. Das Programm steht bereits und verspricht wieder etliche Highlights. Details darüber? Verraten werden sie am nächsten Stammtisch.
Da gab es natürlich noch den Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" abzuhaken. Geli Kampmeier schlug vor, speziell einmal den Nachwuchs aus dem Frankenberger Viertel mit einem kindgerechten Programm anzusprechen. Ins Auge gefasst wurde eine "Kinder-Talent-Show". Wie und wo und zu welchen Themen sie stattfinden kann, darüber soll noch intensiv nachgedacht werden. Die Ergebnisse der Überlegungen sind ein Diskussionsthema für das nächste Treffen.
Man staune: Termin und Treffpunkt für den zweiten Stammtisch in diesem Jahr stehen auch schon fest: Tagungsort ist am 03. Februar erneut im Pfalzgraf an der Bismarckstraße, wie immer um 20.00 Uhr. Nochmals diskutiert werden soll bei dieser Gelegenheit das Parkplatz-Problem im Viertel. Auf die Anregungen aus den Reihen der Frankenberger Bürger - formuliert bereits im letzten Sommer - sind die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung bisher nicht eingegangen. Klaus Wittkamp
|
|
Die Karawane zieht weiter...
|
|
Gerade ein paar Tage, nachdem die letzten Silvester-Raketen vor dem Restaurant Karawane auf der Oppenhoffallee in den Himmel gestiegen waren, hängt dort ein Schild in der Einganstür: "Die Karawane zieht weiter... aber nicht weit." Ihr Ziel ist das ehemalige Kalymnos in der Bismarckstrasse. Anfang Februar 2009 soll hier in großzügigem Ambiente wieder eröffnet werden. Zumindest die Handwerker sind bereits dabei, dem ehemals von griechischer Hand gemanagten Restaurant neuen Schliff zu verleihen. (wtt)
|
|
Insulaner wieder geschlossen
|
|
Es hatte sich zunächst niemand etwas dabei gedacht, als ein paar Tage vor Weihnachten auf einem Stück Papier zu lesen war, dass die Gaststätte Insulaner wegen Krankheit geschlossen sei. Jeder hatte Verständnis dafür. Also nichts mit einem anspruchsvollen, schmackhaften Silvester-Menü am attraktiven Treffpunkt Neumarkt. Auf Rückfrage kam heraus, dass die Gründe für die verschlossenen Türen zum Insulaner tiefer sitzen. Es gibt finanziellen Ärger zwischen dem Betreiber der Gaststätte, Shahab Sadatolhosseini, und ihrem Pächter sowie Getränkelieferanten Bongartz. Einer der Gründe: Nach dem totalen Rauchverbot in der Gaststätte blieben viele Gäste aus. Ein Teil von ihnen wäre möglicherweise geblieben, beziehungsweise zurückgekehrt, wenn eine gläserne Trennwand zwischen dem Ausschank und dem hinteren Speiseraum sowohl Rauchern als auch Nichtrauchern einen Aufenthalt im Insulaner ermöglicht hätte. Doch wer bezahlt die Umbaukosten? Mindestens in diesem Punkt sind beide Parteien offensichtlich unterschiedlicher Meinung. Das Ergebnis: Die Gaststätte Insulaner bleibt vorläufig geschlossen. Wie es weiter geht, steht noch in den Sternen. wtt
|
|
WAS DIE ZEITUNGEN SCHREIBEN:
|
|
Den Frankenbergern zur Kenntnisnahme
Auftakt Rahmenplanung Suermondtviertel - ähnlich wie in Frankenberg
Ähnlich wie im Frankenberger Viertel und in Brand wurden die Bürger auch bei der Rahmenplanung für das Suermondt- und Gasborn-Viertel beteiligt. Die Stadt Aachen veranstaltete gemeinsam mit beteiligten Planungsbüros zwei parallel verlaufene Spaziergänge, bei denen sowohl die schönen Seiten des Viertels als auch die Problemecken besucht wurden. Gisela Nacken, Umwelt- und Planungsdezernentin der Stadt Aachen: "Es geht um eine Bestandsaufnahme der Wünsche, Sorgen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger." Für das Gebiet zwischen Theaterstraße, Wilhelmstraße, Heinrichsallee und Peterstraße sollen Schwerpunkte und Leitlinien der zukünftigen Stadtentwicklung unter Beteiligung der Bewohner, Nutzer und Interessierten herausgearbeitet werden..... (EB)
|
|
(Bericht aus den Aachener Nachrichten vom 11. Februar 2009)
Frankenberger Viertel: Die Kneipenszene bewegt sich
Insulaner öffnet wieder am 1. April. Die Karawane zieht aus dem Viertel weg. Cassolette hat bald einen neuen Wirt.
Aachen. Die Bewohner des Frankenberger Viertels sind entsetzt. Schon die dritte Gastwirtschaft hat seit Anfang des Jahres geschlossen. "Wohin nach Feierabend?", ist seitdem die oft gestellte Frage.
Shahab Sadatolhosseini ist jetzt auf Arbeitssuche. Der Ex-Wirt vom Insulaner in der Bismarckstraße musste zahlungsunfähig aufgeben und die Gaststätte mit dem Kultstatus schließen. Schuld an seiner Misere soll unter anderem das Rauchverbot sein, das er konsequent umsetzte.
Die Folge war, dass viele Gäste ausblieben. Um den 1. April aber, so war vom zuständigen Getränkelieferanten zu hören, soll der Insulaner wieder öffnen. Unter einer neuen und kompetenten Leitung. Und dann soll auch wieder in einem abgetrennten Bereich gequalmt werden dürfen. Der Bierverlag hat die Traditionsgaststätte vom Gründungswirt Franz Weniger gepachtet, der jeweilige Wirt ist Unterpächter. Das ist nicht ungewöhnlich in der Gastronomie.
Schon am 1. Januar hat die Karawane in der Oppenhoffallee dicht gemacht. "Die Karawane zieht weiter", ist an der gläsernen Eingangstür des verwaisten Restaurants zu lesen. Zunächst hegte Gastronom Majdi Sanouri die Hoffnung, ins ehemalige Kalymnos in der Bismarckstraße umziehen zu können.
Aber er hatte die Rechnung ohne den Hauswirt gemacht. "Der wollte keinen Cent in die erforderlichen umfangreichen Sanierungsarbeiten stecken", ist Sanouri sauer. Nun steht er mit zwei anderen möglichen Verpächtern in Verhandlungen. "Die Karawane wird es weiter geben", ist er überzeugt. Als mögliche Standorte nennt er Burtscheid "oder aber die Komphausbadstraße". Sanouri gab sein Lokal in der Oppenhoffallee auf, weil der neue Hauseigentümer nach Sanouris Angaben eine um 75 Prozent höhere Pacht forderte. "Das kann und will ich nicht bezahlen."
Auch die Cassolette in der Bismarckstraße hat nun Knall auf Fall geschlossen. "Die Wirtin hat aufgegeben", hieß es seitens des Getränkelieferanten.
Auf nähere Gründe wollte der Kundenbetreuer des Bierverlags aber nicht eingehen. Jedoch: "Das Haus wird saniert, ein neuer Wirt steht schon Gewehr bei Fuß." Georg Dünnwald
|
|
(Gekürzter Bericht aus den Aachener Nachrichten vom 23. Januar 2009)
Anne Frank lebte vor dem Umzug nach Amsterdam am Pastorplatz Mit Mutter und Schwester im Haus der Großeltern. In den Bürgersteig sollen drei Stolpersteine eingelassen werden. Initiative des Laurensberger Gymnasiums.
Aachen. Mehrere Monate lang lebte Anne Frank mit ihrer Schwester Margot und Mutter Edith im Haus ihrer Großmutter Rosa Holländer-Stern am Pastorplatz 1, bevor sie dem Vater folgte, der in Amsterdam eine Firma aufbaute. Ihr dort in einem Hinterhaus geschriebenes Tagebuch, das sie zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt bekam, hat das Mädchen jüdischen Glaubens, das zur Symbolfigur für alle Opfer der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten werden sollte, weltberühmt gemacht. Am 12. Juni dieses Jahres, wäre Anne Frank 80 Jahre alt geworden, an eben diesem Tag sollen vor dem Haus Pastorplatz 1 drei Stolpersteine des Kölner Künstlers Günter Demnig verlegt werden.
Ähnliche Gedenksteine zur Erinnerung an deportierte und ermordete Juden oder andere Verfolgte hat Demnig bereits für die Moltkestraße oder die Lothringerstraße angefertigt. Der Kölner Bildhauer ("Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist") will durch die Tafeln aus Messing im Trottoire die Erinnerung an die Opfer aus der NS-Zeit aufrechterhalten.
Beantragt wurde die Verlegung auf dem Pastorplatz vom Anne-Frank-Gymnasium, das seit seiner - auf Wunsch der Schüler erfolgten - Benennung eine intensive Beziehung zu Anne Frank pflegt. In allen acht Klassen wird das Tagebuch gelesen, erfolgen auch die Fahrten zum Anne-Frank-Haus nach Amsterdam. In und mit der VHS wurde zum 25-jährigen Bestehen der Schule eine große Ausstellung organisiert.
In der Monheimsallee stiftete das Gymnasium auch schon eine Mahntafel im Zuge des VHS -Projekts "Wege gegen das Vergessen". In der Höhe der heutigen Tiefgarage vor dem Spielcasino befand sich nämlich die Villa, in der die Großeltern lebten, bevor sie an den Pastorplatz umzogen. Auch für die Stolpersteine auf dem Pastorplatz übernimmt die Schule die Kosten. Die rund 500 Euro sind über Spenden aufgebracht worden. Befasst hat sich mit dem Vorhaben auch der Rat in seiner letzten Sitzung..... Heiner Hautermans
|
|
|
|
Januar 2009
|
|
|